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„Alles steht Kopf“: Wie wir durch Filme unsere innere Gefühlswelt (und die unserer Kinder) besser verstehen

Stell dir vor, in deinem Kopf gäbe es ein Kontrollzentrum. An einem riesigen Steuerpult sitzen verschiedene Figuren, deine Emotionen. Manchmal übernimmt die Wut das Kommando, manchmal lenkt die Angst, und manchmal ist es die reine Freude.


Die Filme Alles steht Kopf 1 & 2 sind weit mehr als „nur“ Animationsfilme. Sie sind eine visuelle Dastellung für die moderne Pädagogik und das Familiencoaching. Sie zeigen uns auf lebendige Weise, was in Sekundenbruchteilen in


unserem Inneren passiert.


Der Film macht sichtbar, wie sehr uns Sätze, Erfahrungen und Menschen im Laufe der Zeit prägen. In der Fortsetzung sehen wir besonders schön, wie aus diesen Erfahrungen „Glaubenssätze“ entstehen. Sätze wie „Ich bin nicht gut genug“oder „Ich muss es allen recht machen“ können laut werden und die Führung übernehmen.


Diese Sätze begleiten uns oft ein Leben lang. Sie lassen uns zweifeln und gehen manchmal wenig wertschätzend mit uns um. Umso wichtiger ist es, bereits in der Kindheit und später in der Pubertät zu erkennen: Wer spricht da gerade mit mir? Ist das wirklich mein Kern, oder ist das eine alte Erfahrung, die gerade versucht, mich vor einer vermeintlichen Gefahr zu schützen?


Wenn wir verstehen, dass wir aus verschiedenen Anteilen bestehen, die alle ihre eigenen Bedürfnisse haben, verändert das alles. Der Film gibt uns eine Sprache dafür:


  • Sichtbar machen: Gefühle bekommen ein Gesicht und eine Farbe.

  • Bedürfnisse erkennen: Jede Emotion, auch die vermeintlich „negative“, hat einen positiven Auftrag.

  • Selbstführung: Wir lernen, dass wir jederzeit die Kontrolle über unser Kontrollzentrum zurückgewinnen können.


Gerade Kinder und Jugendliche sind unglaublich offen dafür, sich selbst auf diese Weise kennenzulernen. Wenn wir anfangen, diese Anteile aufzumalen, sie zu benennen und darüber zu sprechen, geben wir ihnen den Raum, den sie brauchen, ohne dass sie uns „überrollen“.



Mein Tipp: Schaut die Filme gemeinsam. Nutzt sie als Gesprächsanlass.

Fragt euch danach: „Wer war heute bei mir am Steuerpult?“ Es ist der erste Schritt zu einer tieferen Verbindung zu sich selbst und zueinander.

 
 
 

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